Eine Idee setzt sich durchDie Idee der gegenseitigen, kostenlosen Katzenbetreuung findet immer mehr Anhänger. In Deutschland gibt es in der Zwischenzeit in jeder größeren Stadt einen Catsitting-Club.
Catsitting-Clubs sind für all diejenigen von großem Vorteil, die keine Möglichkeit haben, ihre Haustiere durch Familienangehörige betreuuen zu lassen und die es vermeiden möchten, Ihre Lieblinge in eine Katzenpension zu geben.
In der Regel werden die Katzen in ihrer angestammten Wohung betreut. Dies ist wichtig, weil Katzen Reviertiere sind, d.h. sie sehen ein bestimmtes Gebiet (die Wohnung, den Garten oder bei Freigängern ein noch größeres Gebiet ) als ihren "Besitz" an. Dieses Gebiet verlassen sie ungern und kontrollieren es mehrmals am Tag. Sie dulden keine anderen (Katzen-) Besucher in diesem Revier. Freigänger teilen sich wohl bestimmte Gebiete mit anderen Katzen, dann halten sie sich aber an bestimmte "Besuchszeiten" und zwar dann, wenn andere nicht im Gebiet sind.
Nehmen Katzenbesitzer nun eine andere Katze zur Pflege in ihre Wohnung auf, so führt dies für beide Katzen zu erheb-lichen Stress.
Der Pflegling ist gestresst, weil er aus seiner angestammten Umgebung herausgenommen wurde und sich nun in einer völlig fremden Umgebung mit fremden Menschen und Katzen auseinandersetzen muss. Die angestammte Katze wird ihr Revier gegen den neuen Eindringling verteidigen und dadurch dem Neuankömmling das Leben zusätzlich schwer machen. Im schlimmsten Fall bedeutet dies während der Betreuungszeit aggressive, evtl. futterverweigernde Katzen im Dauerclinch miteinander. Dies wird durch eine Betreuung in der angestammten Wohnung verhindert.
Der Catsitter kommt üblicherweise zweimal am Tag zum Füttern, Katzenklo sauber machen und natürlich zum Streicheleinheiten verteilen.
In den meisten Clubs treffen sich die Mitglieder einmal im Monat zu einem Stammtisch. Dies ist das Forum, bei dem sich die Mitglieder kennenlernen können und wo auch die Catsitting-Wünsche verhandelt werden.
Wichtig ist, dass sich Katzenbesitzer und Catsitter kennenlernen. Zentrale Vermittlung kommt einer anonymen Dienstleistung gleich und wird von den meisten Clubs abgelehnt. Eigenverantwortung und Verantwortung für die Tiere stehen bei den Catsitting-Clubs im Vordergrund.
Alle Catsitting-Clubs erheben einen jährlichen Mitgliederbeitrag. Die Mitgliederbeiträge schwanken in Abhänigkeit dessen, was sich der Club an Aktivitäten und Engagement auf die Fahnen geschrieben hat.
Die Mitgliederbeiträge werden zum einen für laufende Kosten wie Büromaterial, Broschüren, Porto, Zeitungsanzeigen u.a. verwendet. Zum anderen werden bei vielen Catsitting-Clubs örtliche Tierschutzmaßnahmen (z.B. Kastrierung wild lebender Katzen, Tierheim u.a.) unterstützt.
Falls es in Ihrer Gegend noch keinen Catsitting-Club gibt: Gründen Sie einen! Das hilft nicht nur Ihnen und Ihren Cats sondern ist auch ein aktiver Beitrag zum Tierschutz. Außerdem macht es Spass, sich in regelmäßigen Abständen mit andern Katzenfreunden zu treffen und die neuesten Erlebnisse mit den Stubentigern auszutauschen.
Falls Sie Hilfe zur Gründung eines Clubs benötigen, senden Sie uns eine Mail. Wir helfen Ihnen gerne mit Tipps, Tricks und mit Materialien.
Die Vorteile der gegenseitigen Katzenbetrteuung liegen besonders darin,